Warten auf Frieden und Menschlichkeit.
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   2.09.14 00:03
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    Das war es auch,leider.
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Wie es begonnen hat

Damals,ich war 11 und bin gerade in die erste Klasse der Mittelschule gekommen,fing alles an. Ich kam in eine neue Klasse und kannte kau jemanden,ich fühlte mich schon von Anfang an etwas unwohl durch die vielen neuen Menschen. Dazu kam,dass wir nur einen Jungen in der Klasse hatten,ansonsten waren wir Mädchen,Zickenkrieg also vorprogrammiert. Ich lernte aber schnell ein Mädchen kennen,das nett zu sein schien und setzte mich in der Klasse neben sie,ihr Name war Christina. Sie war sehr nett zu mir und sie und ich wurden schon nach kurzer Zeit zu guten Freundinnen,auch mit den anderen verstand ich mich nach einiger Zeit ganz gut. Aber da gab es ein Mädchen,das die Klasse bereits wiederholte,Silke. Sie fühlte sich,als würde sie die Klasse regieren,weil sie älter war und mit der Zeit fanden alle sie super,außer mir. Ich wurde schnell zum Außenseiter,weil ich Silke einfach nicht mochte und mich nicht ihrer Gruppe anschließen wollte. So kam es dann,dass sie versuchte Christina von mir abzuwerben und es gelang ihr auch. Von dem Tag an wurde ich in der Klasse nur noch runtergemacht und gemobbt und wenn ich die Lehrerin drauf ansprach und sie dann mit der Klasse sprach,hieß es ,es sei doch alles bloß Spaß gewesen,danach wurde das Mobbing immer schlimmer. Ich war froh,als endlich Sommerferien waren und ich die Leute aus meiner Klasse nicht mehr sehen musste. Trotzdem wurde ich immer verschlossener und redete kaum noch. Dazu kam,dass mir immer gemeine und verletzende Nachrichten geschrieben wurden. Später wurde ich dann wegen meines Gewichts gemobbt,wegen meinen kleinen Pickeln,wegen meinem Sprachtalent,einfach wegen allem. Ich wurde beleidigt und beschimpft,jeden Tag. Als dann eine neue Schülerin in die Klasse kam,war das wie ein Lichtblick für mich,da sie auch meine neue Nachbarin war. Ich freundete mich mit ihr an und sie konnte Silke genauso wenig ausstehen wie ich. Doch wie es kommen musste, schaffte Silke es,auch Lisa abzuwerben und Lisa schloss sich dem Mobbing gegen mich an. Es wurde immer schlimmer,besonders als auch die Jungs aus der Parallelklasse damit anfingen,mich tagtäglich zu beleidigen. "Fette Mülltonne" war noch eine der harmolseren Beleidigungen,doch auch diese wurden schlimmer und verletzender. Ich hatte jeden Tag Angst davor,zur Schule zu gehen,konnte aber nicht mit meinen Eltern darüber reden. Irgendwann reichten ihnen allen die Beleidigungen nicht mehr und sie fingen an,mich zu schlagen und zu treten,draußen gegen Bäume zu pressen und mich zu verprügeln,mir meine Sachen wegzunehmen,mir Geld zu klauen. Ich hielt es nicht mehr aus und redete mit meinen Eltern und dem Klassenvorstand über die Situation,aber sie wollten mir nicht zuhören und helfen,sie meinten ich dramatisierte die Situation und dass jeder sowas durchmache. Sie verstanden nicht,wie schlecht es mir ging. Ich verkroch mich jeden Tag nach der Schule in mein Zimmer,sprach mit keinem,sperrte mich ein,dass keiner reinkam,aß nichts mehr,trank kaum etwas und irgendwann wurde es mir einfach zu viel. Ich dachte nie darüber nach,mich zu ritzen,zu strangulieren oder ähnliches,um meinen psychischen Schmerz in physischen zu verwandeln,ich hatte es nicht einmal versucht. Das einzige,was ich tat,war es,die Schlaftabletten aus dem Medizinschrank bei uns zu Hause zu nehmen,alle Tabletten aus der Packunk zu nehmen und mit ihnen und einem großen Glas Wasser in mein Zimmer zu gehen. Ich setzte mich auf mein Bett und nahm alle Tabletten aus der Packung ein. Ich weis nur noch,dass ich eingeschlafen und im Krankenhaus wieder aufgewacht bin. Erst dann haben meine Eltern kapiert,wie schlecht es mir wirklich ging,erst nach zwei verdammten Jahren,ich war 13 und erst da haben sie es gemerkt,nach zwei Jahren. Aber sie wollten mir von jetzt an helfen. Wir sprachen gemeinsam mit dem Direktor über einen Schulwechsel,den ich aber mitten im dritten Schuljahr der Mittelschule nicht vollziehen konnte,ich sollte also bis zur vierten Klasse warten,aber da kein weiterer Versuch,mich umzubringen stattfand,dachten alle,die Lage hätte sich gebessert und meine Eltern zwangen mich,das letzte Jahr auch noch an dieser Schule zu verbringen. Ich hatte mittlerweile ein paar Freundinnen in einer Klasse unter mir gefunden,darüber war ich sehr froh und ich verstand mich sehr gut mit ihnen. Das Mobbing ging natürlich trotzdem weiter,nur empfand ich es durch meine Freundinnen nicht mehr als ganz so schlimm,denn sie standen mir bei und bauten mich auf. Ganz kalt ließ es mich aber nicht,ich wollte mich nicht mehr umbringen,ich wollte aber den Schmerz vergessen und fing an,mich zu ritzen. Ich konnte nur noch langärmelige Shirts tragen,damit man die Wunden nicht sieht,aber es tat gut,den inneren Schmerz für kurze Zeit durch den äußeren zu vergessen. Ich war froh,als auch das letzte Jahr an dieser Schule endlich vorbei war und ich keinen von allen wiedersehen musste. Ich freute mich auf den Sommer,den ich mit meinen neuen Freundinnen verbringen konnte. Anfangs sahen wir uns jeden Tag,doch dann fingen neue Probleme an.
1.9.14 21:59
 
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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


/ Website (2.9.14 00:03)
Das hört sich alles furchtbar an was du durchgemacht hast. Ich hoffe, dass es dir heute besser geht und du die Vergangenheit verarbeiten konntest. Ich habe in den letzten zwei Jahren ähnliches durchgemacht und fing an mich zu ritzen. Seit paar Monaten bin ich raus aus der Hölle und versuche ein neues Leben anzufangen. Wie lange ist das alles her bei dir ?

Liebe Grüsse


(2.9.14 03:19)
Das war es auch,leider. Danke,ja heute geht es mir etwas besser.
Tut mir Leid,dass du auch sowas durchmachen musstest,ich hoffe dir geht es jetzt auch besser und ich bin ziemlich zuversichtlich das du den Neuanfang sehr gut bewältigen wirst.
Naja,ganz vorbei ist das alles nocht nicht,es wurde aber besser,als ich im September 2013 an die neue Schule gekommen bin.

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